Meine Berge bist du
Francesco Vidotto
Kein & Aber
2026
Die Geschichte spielt in einem Bergdorf in den Dolomiten. Ausgangspunkt ist die Freundschaft von Guido Contin, ein naturverbundener, asketisch lebender alter Mann, mit dem Journalisten Francesco. Der Alte besitzt Briefe, die an Berge adressiert sind. Geschrieben wurden sie von Onesto, der darin seine Familiengeschichte erzählt, die während den Zwischenkriegsjahren und kurz nach dem 2. Weltkrieg handelt. Onesto und sein Zwillingsbruder Santo sind unzertrennlich und ähneln sich sehr, könnten aber vom Charakter her nicht unterschiedlicher sein. Santo ist stark und draufgängerisch, während Onesto eher still, in sich gekehrt und nachdenklich ist. Beide verlieben sich in Celeste, ein junges Mädchen aus dem Nachbardorf. Während Onesto dem Mädchen nachträumt, kann Santo es für sich gewinnen. Nach einem wüsten Zwischenfall – Celeste wird von zwei Männern entführt und misshandelt – begeht der wütende Santo Rache. Es kommt zu einer eiligen Heirat zwischen Santo und der schwangeren Celeste. Auf Anraten der Mutter fliehen die beiden, um einer Verhaftung zu entgehen. Genau zu diesem Zeitpunkt trat Italien in den 2. Weltkrieg ein. Der Roman wechselt von der Gegenwart – wo der Alte und Francesco gemeinsam Briefe lesen und ihre Freundschaft pflegen – in die Vergangenheit, zur Geschichte der beiden Brüder, der Mutter und Celeste. Trotz der tragischen Ereignisse ist es eine poetische, ruhige und herzzerreissende Geschichte über Liebe, Schicksal und die grosse Verbundenheit zur Natur.
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